Für die Rösratherin Michaela K. (36) war es eine traumatische Erfahrung, die sie bis heute nicht überwunden hat.01k-07-71-104985246-ori1

Im März musste sie mitansehen, wie ihr geliebter Rüde Yashin von einem Kölner Handwerker brutal zu Tode getreten wurde, wenige Meter von ihrer Terrasse entfernt. Nun kam es zum Prozess.

Der Hund Yashin starb nach einem Tritt des Handwerkers. Foto: Sigrid Schulz

Der Hund Yashin starb nach einem Tritt des Handwerkers. Foto: Sigrid Schulz

Bernd S. (36, Name geändert) sollte sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht Bergisch Gladbach verantworten.

Zur anberaumten Verhandlung erschien der Tierquäler aber nicht. Der Richter erließ daraufhin ein Urteil in Abwesenheit: 1800 Euro Geldstrafe.

Vor einem halben Jahr hatte der Kölner bei einem Nachbarn von Michaela K. in Rösrath renoviert.

„Er hatte selbst einen Hund dabei, mein Yashin hat mit ihm gespielt“, erinnert sich das Frauchen. Dann hätten die Tiere gerangelt. „Da hat Bernd S. einfach mit voller Wucht gegen Yashins Hinterbeine getreten.“

Während Michaela erzählt, bricht sie immer wieder in Tränen aus. Erst habe Yashin nicht mehr laufen können, dann sei er zusammengebrochen. Der Hund starb noch am selben Abend.

Der Nachbar hatte erst abgestritten, dass der Tritt für den Tod des Hundes verantwortlich war. „Daher habe ich den Hund zur Pathologie in Gießen gebracht, dort werden Obduktionen an Tieren vorgenommen“, so Herrchen Lars H. (47).

Das Ergebnis war eindeutig: Durch den Tritt war die Milz des Hundes gerissen. „Yashin hatte über einen Liter Blut im Magen.“

Die Obduktion hat 1700 Euro gekostet, die der Tierquäler nun ebenfalls zahlen soll. Der Handwerker habe aber schon angedeutet, nicht zu zahlen. „Der hat gesagt, es sei ihm egal, er gehe sowieso in die Privatinsolvenz“, so Lars H.

Quelle: http://www.express.de/24718932 ©2016