Wünschen sich einen Zaun und freien Auslauf auf der Göttinger Hundewiese: Christiane Kessel und ihre Hunde Melpo und Foufou. © Hinzmann

 

Auch Kessel lässt auf dem nur von einer durchlässigen Hecke umgebenen Areal oberhalb der Schillerwiese zumindest einen ihrer aus Griechenland stammenden Hunde nicht von der Leine.

Die dreijährige Melpo, ein Spinone Italiano, verfolgt gern Fährten. Die sind auf der Hundewiese am Rand des Stadtwaldes reichlich vorhanden, „die Hündin würde in den Wald laufen, und dort gibt es dann Ärger mit dem Förster“, befürchtet Kessel. Die anderthalbjährige Foufou teilt dieses Hobby ihrer Mutter Melpo zwar nicht, darf aber wegen ihres Temperamentes nur im waldnahen Teil der Wiese frei laufen.

 

 

Denn in Richtung Calsowstraße gibt es ebenfalls nur die Hecke sowie wenige Meter Zaun – und danach die Fahrbahn mit Fahrzeugverkehr. „Das ist schade, mit einer lückenlosen Abgrenzung würden bestimmt mehr Menschen die Hundewiese nutzen, gerade während des Leinenzwangs.“

Kessel fragt sich, ob nicht mit Unterstützung weiterer Hundebesitzer und der Stadt Göttingen möglich wäre, die Hundewiese mit einem Zaun auszustatten. Dafür sieht allerdings Detlef Johannson, Sprecher der Stadt, wenig Chancen. Die Wiese liege in einem Naherholungsbereich und im Landschaftsschutzgebiet, „da wäre eine feste Umzäunung aus Sicht der Grünflächenverwaltung nicht angemessen“, sagt der Stadtsprecher.

Außerdem würde ein Zaun feste Wegebeziehungen unterbrechen.