Tausende Hunde und Katzen werden jedes Jahr illegal in der EU verkauft. Das Amtsgericht Esslingen hat jetzt eine 25-jährige Hundehändlerin zu 35.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

By Toronja Azul (originally posted to Flickr as CHIHUAHUAS) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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In mehr als hundert Fällen soll die Frau Chihuahua-Welpen per Kleinanzeigen und in Internet-Portalen illegal zum Verkauf angeboten haben. Mehrere Käufer erstatteten Anzeige. Denn ihre Welpen wurden krank oder starben. Das Landratsamt verhängte 30.000 Euro Bußgeld gegen die 25-Jährige. Das Amtsgericht erhöhte die Summe auf 35.000 Euro. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig. Die Behörden sehen aber ein deutliches Signal in Richtung organisierter Hundehandel.

Illegale Hundewelpen aus dubiosen Quellen

Laut Landratsamt werden Hundewelpen aus dem Ausland noch immer in großem Stil gehandelt – vor allem von Moderassen. Die Tiere würden meist aus Zuchtanlagen stammen, in denen sie leiden müssten. Die kleinen Hunde würden dann illegal nach Deutschland gebracht – nicht selten im Kofferraum.

Vorsicht – kranke Tiere!

Dr. Christian Marquardt, Amtstierarzt im Landkreis Esslingen, warnt: “Das vermeintliche Tier-Schnäppchen entwickelt sich nicht selten zum schwerkranken Intensivpatienten und verursacht dadurch enorme Behandlungskosten.” Wenn die Tiere mit Tollwut infiziert sind, werde es sogar lebensgefährlich für die neuen Besitzer.

Quelle: swr.de