Albstadt: Hund, Katze, Maus – alle sind willkommen

Die ersten Kunden waren schon da – 14 an der Zahl: Gestern hat die “Tiertafel Albstadt und Umgebung“, ein gemeinnütziger Verein, ihren Laden am Ziegelplatz eröffnet – und sogar Besuch von einem Fernsehteam des SWR bekommen.

Acht Helfer standen bereit, war doch anfangs nicht sicher, wie groß der Andrang sein würde. Vorsitzende Evelin Pohl ist mit dem ersten Tag jedoch mehr als zufrieden – 14 Kunden, nicht so viele, dass gleich alle Regale leer waren, und doch genug um zu zeigen, das der Bedarf für diese Einrichtung groß ist.

Zu erkennen ist die Tiertafel, die bereits eine eigene Internetseite hat, auch an ihrem Logo, für das die stellvertretende Vorsitzende Sarah Schanz verantwortlich zeichnet und das perfekt zu der Einrichtung passt, zeigt es doch verschiedenste Tiere, die sich im wirklichen Leben meist nicht vertragen, in einträchtiger Harmonie. Nicht “Hund, Katze, Maus”, wie es im geflügelten Wort der einstigen Ratesendung “Montagsmaler” hieß, sondern Hund, Katze, Vogel und Hase sind dort zu sehen – und alle, respektive ihre Herrchen und Frauchen, sind willkommen. Sofern sie einen Berichtigungsschein von der Sozialbehörde oder einen entsprechenden Rentenbescheid vorweisen können. Wer ein zu kleines Einkommen hat, seinen besten Freund aber dennoch nicht verlieren will – dem hilft die Tiertafel.

Alle ehrenamtlichen Helfer – zwei weitere haben sich gestern gemeldet – verpflichten sich zur Verschwiegenheit. Außerdem liegen eine Datenschutzerklärung, die Satzung, die Hausordnung und Anmeldeformulare für Kunden zum Mitnehmen aus. Ihren Personalausweis sowie einen Impfpass ihres Tieres müssen Kunden außerdem vorlegen, um pro Monat zwei Wochenrationen Futter – und auch andere Tierbedarfs-Gegenstände – zu bekommen.

Froh sind Evelin Pohl und die Frauen des Vereins, dass gestern auch fünf Spender gekommen sind – und freuen sich über jede weitere Spende: Futter, Geld und die Übernahme von Patenschaften. Der Laden ist künftig jeden Montag von 14 bis 18 Uhr offen.

Quelle: Schwarzwälder Bote