HuskyEin Rudel Huskys ist von einem Hof in Etzdorf ausgerissen und hat im Jagdrausch Hunde und auch Menschen angegriffen.

Wie erst jetzt am Wochenende bekannt geworden ist, hat am zeitigen Mittwochabend voriger Woche ein Rudel freilaufender Huskys in Etzdorf mehrer andere Hunde angegriffen und zum Teil tödlich verletzt.

“Dieser Fall ist unhaltbar”, sagt Familie Stolze, deren kleiner Hund aufgrund der Verletzungen gestorben ist. Auch die Halterin und drei weitere Personen sind, als sie ihre Hunde vor dem in Jagdfieber geratenen Rudel Huskys beschützen wollten, an der Hand verletzt worden.Die Polizeiinspektion des Saale-Holzlandes war am Mittwoch alarmiert worden. Gestern bestätigte sie auf Zeitungsnachfrage den Vorfall. Die fünf Huskys seien unter einem Maschendrahtzaun aus dem Gelände ihrer Halterfamilie ausgebrochen und im Jagdrausch auf ein Gruppe mit fünf Menschen, die vier Hunde auf der Straße zwischen Etzdorf undEisenberg spazieren führten, losgegangen. Drei der vier Hunde und vier der fünf Personen seien durch Bisse von den Huskys verletzt worden, teilte die Polizei gestern mit. Die leicht verletzten Menschen sind im Krankenhaus versorgt worden, berichten Zeugen. Den Spaziergängern sei es schließlich gelungen, die rasenden Huskys festzusetzen. Die Polizei hat gegen die Halterfamilie der Huskys ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.Die Halterfamilie der Huskys hatte sich am Wochenende gleichfalls an die OTZ gewandt. Sie bedauert den Vorfall außerordentlich. Am Samstag seien sie persönlich bei den Geschädigten gewesen, um sich für den tragischen Vorfall zu entschuldigen. Was das Rudel, das vor allem als Schlittenhunde gehalten wird, derart in Jagdrausch versetzt haben könnte, ist für die Halter nicht erklärlich. Der Maschendrahtzaun, unter dem die Hunde ausbrechen konnten, werde jetzt weiter gesichert.

Quelle: thueringer-allgemeine.de