Das umstrittene Hundeverbot an Schlachtensee und Krummer Lanke in Berlin ist zum zweiten Mal gekippt worden. Das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt stufte die aktuelle Regelung am Mittwoch als rechtswidrig ein.

Ein Hund schaut am 17.04.2015 in Berlin am Uferweg des Schlachtensees auf eine Joggerin.  Foto: Paul Zinken/dpa (zu dpa vom 22.05.2016: Hunde im Wald: «Der will doch nur spielen») +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Ein Hund schaut am 17.04.2015 in Berlin am Uferweg des Schlachtensees auf eine Joggerin. Foto: Paul Zinken/dpa (zu dpa vom 22.05.2016: Hunde im Wald: «Der will doch nur spielen») +++(c) dpa – Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Damit wurde den Eilanträgen eines Hundebesitzers stattgegeben. Er kann nun seinen Vierbeiner wieder an der Leine auf den Uferwegen ausführen. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, das die Konflikte zwischen Badegästen und Hundebesitzern lösen wollte, musste nun eine erneute Schlappe vor Gericht einstecken.

Erst im Dezember hatte ein Kläger bei demselben Gericht die Aufhebung des umstrittenen Hundeverbots an beiden Seen erreicht. Doch das Bezirksamt erließ ein neues Verbot und berief sich auf eine andere gesetzliche Grundlage.

Zweite Schlappe vor Gericht

Demnach sind jährlich vom 15. April bis 15. Oktober Hunde auf den Uferwegen tabu. Auch die Berliner Forsten ordneten dies an. Die aktuellen Regelungen stützen sich nun auf das Grünanlagen- sowie das Landeswaldgesetz.

Davon profitierten vor allem Familien mit Kindern, ältere Menschen, Badegäste und Jogger, erklärte das Bezirksamt. Mit dem neuen Konzept sollten Konflikte sowie Schäden der Natur vermieden werden.

Quelle: berlinonline.de