achtung_schafeIch verfolge seit dem 15.05. interessiert die Berichterstattung zur “Schafattacke” auf der Hundeinsel Witten Herbede.

In diesem Bericht soll es im Wesentlichen um die Hundewiese in Hattingen gehen. Vorweg aber noch einige Infos zu dem Vorfall und wie der Stand in Witten ist.

Damals sind auf der „Hundeinsel“ bedauerlicherweise zwei Schafe durch einen Hund zu Tode gekommen. Diese war in die eingezäunte Herde eingedrungen, hetzte ein Schaf in die Ruhr wo es ertrank, ein anderes wurde so schwer durch Bisswunden verletzt das ein Polizist das Schaft durch seine Dienstwaffe von seinen Qualen erlöste.

Bericht von 16.05.2014

Da auch ich ab und an diese der Hundewiese besuche, und ich selber schon die Erfahrung machen musste das ein Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb in solchen Momenten nicht mehr abzurufen ist, fragte ich mich warum ist da kein verdammtes Schild am Eingang, das auf eine Schafherde hinweist.

Bevor wieder Diskussionen aufkommen das es ein Erziehungsfehler ist wenn ein Hund mit Jagdtrieb nicht abrufbar ist, mein Hund hört immer auf dem Zuruf „Halt“ und steht unverzüglich still. Nur nicht wenn es was zu jagen oder treiben gibt, da setzt es auch. Rücksprachen mit mehreren Trainer n (ausgebildete mit Erfahrung) und Jägern (die auch ihren Jagdhunden das eigenständige Jagen abtrainieren) haben erbracht, dass es Rassen gibt, oder wenn eine Vertiefung des Triebes in der Prägungsphase erfolgt, das nicht abzutrainieren ist.

Ich habe damals schon Kontakt mit den zuständigen Personen/Behörden aufgenommen und den Vorschlag unterbreitet, ob es nicht möglich ist das der Schäfer ein Schild am Eingang anbringt solange er sich auf der Wiese befindet. Das Freizeitzentrum Kemnade (zuständig für die Wiese in Witten) sieht da wohl durchaus die Möglichkeit dies umzusetzen. Warten wir es mal ab, in wenigen Wochen (5-6) ist der Schäfer laut dem Freizeitzentrum wieder Gast auf der Wiese.

Kommen wir nun zu Hattingen:

Dort gibt es eine schöne große offizielle Hundewiese. Auf der, auch zum Glück, ein Schäfer mit seiner Herde verbeischaut und die Wiese dann beweidet, und so auch die Herkulesstauden beseitigt.

Auch diese Wiese ist (zum Glück) sehr groß, und von keinem der beiden Eingängen komplett einsehbar. Auch dort gab es nie ein Schild was auf die Beweidung durch Schafe hinwies, so dass es hin und wieder vorkommt das auch da Hunde in die Herde einbrechen und die Schafe treiben. Mir ist dies auch schon zwei Mal passiert. Zum Glück treibt mein Hund nur die Schafe, aber auch das ist Stress pur und kann Schaden anrichten. Ob es anderweitig schon mal zu Todesfällen gekommen ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Würde nun ein Schild an einem der Eingänge hängen, und auf die Schafe hinweisen, könnte man entweder wieder kehrt machen, und woanders mit seinem Hund Gassi gehen, oder ihn dann angeleint über die Wiese führen.

Mir ist natürlich klar dass dies kein 100% Schutz wäre das nichts passiert. Es gibt immer Halter die sich der Tragweite ihres Handels in diesem Punkt nicht klar sind, und lassen ihn dann trotzdem frei laufen, aber es würde den Großteil an Stress nehmen, und Schaden vorbeugen.

  • Ich habe am 16.05. der Stadt Hattingen, in diesem Fall an der Chef des Ordnungsamtes der mir in einem anderen Anliegen direkt und unbürokratisch Auskunft gegeben hatte, eine E-Mail geschrieben.

Sehr geehrter Herr …,

Auf der Wiese in Witten ist es zu einem tragischen Zwischenfall gekommen.

(Anm.: ich schilderte den Hergang und verlinkte einen Artikel)

Ich bin zwar kein Hattinger Bürger, aber immer wieder gerne Gast auf Ihrem Gelände, das Sie uns Hundehaltern freundlicherweise zur Nutzung als Hundewiese zur Verfügung stellen.

Da ich selber einen Hund halte, der einen Jagdtrieb besitzt, war und ist meine größte Sorge, dass mir so ein Fall wie am Donnerstag in Witten geschehen, auch mir passiert. Mein Hund hat es in der Zeit in der ich Hundewiesen besuche, es bis heute ebenfalls schon drei Mal geschafft einen solchen Zaun zu überspringen, und die Schafe drinnen zu treiben

Worauf ich nun kommen möchte ist folgendes:

Ist es möglich den Schäfer in die Pflicht zu nehmen, und ihn anzuhalten ein Schild am Eingang der Hundewiese zu platzieren, das er sich im Moment dort befindet, so dass jeder der die Wiese betreten will sofort erkennt, das dort im Moment Schafe weiden, und er dann als Besitzer eines nicht kompatiblen Hundes von diesem Besuch noch rechtzeitig Abstand nehmen kann.

Das Problem ist, zu mindestens bei mir, und wahrscheinlich auch bei einigen anderen Haltern, das sofern der Hund Witterung aufgenommen hat, weg und mit Vollgas zu den Schafen hin ist. Wo auch immer das auf der Wiese dann ist. Ich muss dann erst mal die Wiese absuchen, und wenn sich die Herde weiter hinten aufhält ist der Hund schon ein paar Minuten auf der Jagd bis ich eintreffe und dann schlimmeres verhindern versuche.

Wenn man den/die Schäfer nicht in die Pflicht nehmen kann, und er/sie auch nicht gewillt sind so ein Schild aufzustellen, wäre es dann möglich das der Schäfer sie mit einer kurzen Vorlaufzeit (1-2 Tage) unterrichtet wann er die Wiese beweidet, und Sie dann ein für die Dauer der Beweidung ein Schild anbringen/aufstellen? Sonst könnten vielleicht ein oder mehrere Halter informiert werden, die dann etwas in dieser Richtung unternehmen können.

Ich finde, dass genau jetzt etwas getan werden sollte, damit so ein Vorfall nie wieder geschehen kann. Natürlich ist mir auch bewusst, dass wenn Halter solche Warnungen ignorieren werden, es durchaus wieder passieren kann. Aber die Chancen dazu wären doch minimiert.

 

  • Leider befindet er sich im Moment nicht im Dienst.

Ich bin bis zum 13.06.2014 nicht im Dienst. Ihre mail wird an Frau …, …@hattingen.de, weitergeleitet. 

 

  • Vor dieser Dame bekam ich am 21.05. folgende Information

Sehr geehrter Herr Mai,..ich habe Ihre Mail zuständigkeitshalber an den Fachbereich Stadtbetriebe und Tiefbau, Abteilung Grünflächen weitergeleitete.Von dort ist zu prüfen, wann der Schäfer mit seinen Schafen diesen Bereich erreicht. Zudem ist auch das Anbringen eines Hinweisschildes o.ä. Maßnahmen durch diesen Fachbereich vorzunehmen. 

 

  • Super dachte ich, jetzt bekomme ich bald eine Stellungnahme …
  • Mhhh, nein … das war es bis zum heutigen Tage.

Inzwischen ist der Schäfer seit dem 03.05. mit seiner Herde auf der Hundewiese Hattingen angekommen. Es gibt an keinem Eingang ein Schild. Am ersten Tag war die Herde nicht einmal komplett umzäunt, sondern es liefen Tiere teilweise frei auf der Wiese umher. Und dem Schäfer ist natürlich bewusst dass es sich um eine Hundewiese handelt. Da frage ich mich, ist er wirklich so naiv (ich hoffe mal nicht), oder ist es ihm vielleicht sogar Recht wenn das ein oder andere Tier verletzt/getötet wird, da er ja dann finanziell entschädigt werden würde.

Dabei verstehe ich nicht so ganz wo das Problem ist. Man braucht 2 laminierte DinA3 Blätter. Das kostet doch nicht die Welt, macht jeder Copyshop in wenigen Minuten.  Nun gibt man diese „Schilder“ dem Schäfer in die Hand, am besten gleich mit ein paar Kabelbindern. Dann bittet man ihm die Schilder für die Zeit der Beweidung an den Eingängen anzubringen. Das ist was ich nicht verstehe.

Um mit einem Zitat der “Fantastischen Vier” abzuschließen: Es könnt alles so einfach sein, ist es aber nicht.

Eine Antwort auf #007 Hundewiesen und die Schafe: Ein Muss, aber es ginge besser, wenn man wollte!

  • In diesem Sommer war mein Mann mit unserer Hündin in dem Hattinger Hundefreilauf. Sie hetzt, fällt zwar keine Tiere an, aber jagt sie. Da mein Mann noch nicht oft dort war, war ihm auch nicht bekannt, dass absurderweise plötzlich Schafe auftauchen. Bevor er überhaupt reagieren konnte, war unsere Hündin auch schon durchgestartet und hetzte die Schafe. Zwei schwammen durch die Ruhr auf die andere Seite, wo sie unverletzt ankamen und grasten. Schließlich gelang dem Schäfer und meinem Mann unseren Hund einzufangen (sie ist den Schafen übrigens nicht hinterher geschwommen).

    Um es kurz zu machen. Es wurde kein Schaf angefallen, gebissen oder ähnliches. Der Schäfer nahm unsere Daten auf, falls in den nächsten Tagen etwas sein sollte….

    Ich habe dann mit dem Leiter des Ordnungsamtes telefoniert. Fazit, er teilte mir unter anderem mit, dass es nicht so einfach sei mit dem Schild. Der Schäfer könne ja auch nicht im Voraus sagen, wann er da sei. (es hätte ein Kabarett-Nummer sein können). Also hier kam ich nicht weiter.
    Dann habe ich mit dem Schäfer telefoniert. Er zeigte nicht das geringste Interesse, ein Schild aufzuhängen. Das würde sowieso keine zwei Tage dort hängen usw.

    Er teilte mir dann noch freundlich mit, dass es durch das Hetzen unseres Hundes zwei Totgeburten gab und er jetzt mal die nächsten Tag abwarte, wie die weiteren Geburten aussähen etc. Sein Tierarzt – der Schäfer ist seit Jahrzehnten im Geschäft :=) – würde ein Gutachten für unsere Versicherung erstellen (das übrigens ca. 1500 Euro gekostet hat). Selbstverständlich bin ich immer bereit,von uns oder von unserem Hund verursachte Schäden zu bezahlen. Die Versicherung zahlte dann ca. 3600 Euro (ich werde noch genau recherchieren, für was überhaupt).

    Da frage ich mich jetzt natürlich, warum ein Schäfer nicht grundsätzlich ein Schild aufhängt. Und… man sollte es kaum glauben, tatsächlich gibt es Vorrichtungen, aus denen niemand ein Schild einfach herausreißen kann.

    Wir fahren jetzt immer nach Mülheim. Und… Mitarbeiter/innen vom Ordnungsamt Mülheim und Düsseldorf konnten nicht verstehen, wieso Schafe ohne Hinweis in einem Hundefreilauf seien.

    Ich jedenfalls ziehe aus dem Ganzen meine eigenen Schlüsse. Ich gehe davon aus, dass diese Vorfälle des öfteren im Freilauf Hattingen vorkommen.

    Wir sind jetzt in Mülheim, einem Freilauf ohne Schafe.

    Beste Grüße