Die Polizei ermittelt gegen eine Tierhalterin, die in Wiesensteig ihre beiden Hunde fünf Stunden lang in einem Auto, das zeitweise der Sonne ausgesetzt war, zurückgelassen haben soll. Einer der Hunde, ein Langhaardackel, war bei ihrer Rückkehr verendet. Den anderen brachte sie zum Tierarzt. Wie das Polizeipräsidium Ulm berichtet, hatte die 66-Jährige aus dem Kreis Göppingen nach Zeugenaussagen zur Mittagszeit ihr schwarzes Auto in der Hauptstraße abgestellt. Im Fahrzeug blieben die Hunde in den Käfigen zurück. Darüber hatte die Frau die Kofferraumabdeckung gezogen. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Hundehalterin wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz. Sie sieht einer Strafanzeige entgegen.

Die Polizei weist darauf hin, dass es gerade für Hunde im Auto schnell unerträglich werden kann. Bei 28 Grad im Freien ist der Innenraum schon nach zehn Minuten 35 Grad heiß, nach einer halben Stunde sind es bereits 50 Grad. Der Kreislauf eines Hundes ist wesentlich sensibler als der eines Menschen. Die Temperatur können Hunde nicht durch Schwitzen ausgleichen, stattdessen hecheln sie. „Dabei verlieren die Vierbeiner sehr viel Flüssigkeit, die rasch ersetzt werden muss“, schreibt die Polizei. Wer im Schatten parkt, müsse wissen, dass dieser schnell wandert. Schon bald steht der Wagen wieder in praller Sonne. Deshalb rät die Polizei, keine Tiere im Auto zurück zu lassen, auch nicht für vermeintlich kurze Zeit.

Die Daten aus dieser Tabelle sind das Ergebnis eines Versuchs, bei dem das Auto vom Schatten in die Sonne umgeparkt wurde, alle Scheiben waren ca. 4 cm heruntergelassen.
Eine reale Gefährdung beginnt bereits ab 38°C. Diese Innentemperatur ist auch bei vergleichsweise „kühlen“ Aussentemperaturen sehr schnell erreicht, wie die Tabelle zeigt.

 

Quelle: swp.de